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FernUni Hagen: Tipps zum Hauptstudium |
| AVWL | Der wohl unbeliebteste Kurs im gesamten Hauptstudium. Im Grunde genommen wird hier das in der Makroökonomik erarbeitete
Wissen (falls noch vorhanden) durchgearbeitet und wesentlich vertieft. Neu hinzu kommt die analytische Methode, um Determinanten
zu bestimmen, wie sich eine
volkswirtschaftliche Größe (z.B. Staatsausgaben) bei änderung einer anderen verhält (z.B. änderung der Steuerlast). Wie Makro ist
das auch wieder nix für Mathelegastheniker, eher im Gegenteil. Der Stoff ist reichhaltig und echt nicht einfach. So manches mal habe
ich den Kram weggelegt und gedacht: boah, scheiße ey ! Für die Klausur habe ich allerdings doch ein paar Hinweise: 1) Die meisten Studies wissen um die Schwierigkeit der Klausur und planen sie von vornherein als nicht bestanden ein (eine darf man ja !) 2) In allen Klausuren kommen Themen wie volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (schön auswendig lernen), Determinantenbestimmung, und einer dieser blöden Kreuzchentests vor (genau die, wo Du einen Punkt für ein richtiges und einen Punkt Abzug für ein falsches Kreuz kriegst.) 3) Und wieder mal hilft auch hier ein Klausurvorbereitungsscript von Axel Hillmann. Wer damit lernt, kann sich zumindest sicher sein, das maximal mögliche getan zu haben. Unbedingt empfehlenswert. Das Durcharbeiten der Aufgaben erfordert wochenlange Arbeit (siehe "Allgemeines"), also nicht zu spät damit anfangen ! 4) Rückblickend würde ich empfehlen, diese Klausur als erstes zu schreiben. Der Stoff kommt in der Form nicht mehr vor (außer man besucht ein Seminar oder schreibt gar in diesem Bereich seine Diplomarbeit (grusel !). Zudem ist es auch taktisch gut, das schlimmste wegzuhaben und dann einzuschätzen, was man tun kann. Wenn die Klausur nicht bestanden ist, kann man die nächsten drei schreiben. Wenn ich die alle bestehe, dann werde ich AVWL wahrscheinlich nicht nochmal schreiben. Falls ich bestehe, kann ich in die Wahlfächer ohne Streß reingehen, denn ich habe ja sozusagen einen Joker: eine Klausur darf ja schiefgehen. Diese überlegungen können die Studienzeit im Hauptstudium abkürzen. 5) Zusatzliteratur ist nicht nötig ! (außer halt das Klausurvorbereitungsscript). Der direkte Link: http://www.fernuni-hagen.de/LUWIWI/Kernfach/8121/ |
| Wirtschaftsinformatik | Auch hier: viel Stoff. Zu meiner überraschung kann man sehr viel schlicht und einfach auswendig lernen,
da sehr viel Theorie vorkommt. Es geht also nicht ausschließlich um Programmierung, obwohl auch das ein Teilgebiet ist. Ich habe
Wirtschaftsinformatik als Schwerpunktfach belegt, aber nur als 12 SWS-Klausur gschrieben, da mir schlicht und einfach die Zeit fehlte, mich
mit "C" zu beschäftigen. In der Klausur werden denn auch unter anderem Begriffe und Zusammenhänge abgefragt. Unbedingt verstehen sollte man
die Datenflußdiagramme, denn die sind in der Klausur rund ein viertel aller Punkte wert, ohne das es besonders abstrakt wäre. Ebenfalls gut
zu machen: Datenbankanwendnungen und SQL-Programmierung. Mit ein bißchen Programmiererfahrung sind auch die Pseudocode-Aufgaben gut lösbar. Insgesamt kann ich den Kurs empfehlen. Die Klausur ist fair, und auch mit wenig Lernaufwand zu bestehen. Wer auf die Note achtet, muß sich natürlich (wie immer) gut vorbereiten, was aber hier leichter fällt als in vielen anderen Fächern. Bedauerlicherweise kommt auch hier wieder so ein unseliger Kreuzchentest vor. Literaturempfehlungen habe ich hier leider keine, aber das Durcharbeiten von alten Einsendearbeiten ist bei dieser Klausur wrklich sinnvoll. Der direkte Link: http://www.fernuni-hagen.de/LUWIWI/Wahlpflichtfach/8581/ |
| Produktionswirtschaft | Von den Kursen, die ich belegt habe, der beste und auch sinnvollste. Die Lesbarkeit einiger Kurseinheiten
läßt zwar zu
wünschen übrig (z.B. Kurs 759), aber das gesamte Material ist sehr praxisbezogen. Das mathematische Beiwerk besteht im wesentlichen aus der
Anwendung von Summenformeln, LaGrange-Ansätzen und einigen Ableitungen, ist insgesamt also auch für nicht so quantitativ orientierte BWL´er gut
zu machen. Dies ist um so erstaunlicher, als Prof. Fandel auch Mathematiker ist (vielleicht auch gerade deshalb). Gerade bei diesem Kurs aber gibt es
einige Dinge, die mir aufgefallen sind: 1) Man sollte sich genau mit den einzelnen Zusammenhängen beschäftigen. Produktionswirtschaft zu verstehen ist einfacher als AVWL oder manche Kurse aus ABWL. 2) Es gibt für viele Aufgaben nicht die Lösung. Deswegen gibt der Lehrstuhl auch keine Musterlösungen heraus. 3) Unbedingte Empfehlung: das Buch " Produktionswirtschaft I" von Fandel (erschienen im Springer-Verlag, ISBN: 3-540-61469-9, Preis: 49,80 DM). Im Grunde genommen stehen in den Kurseinheiten die gleichen Inhalte, nur hier werden sie ausführlicher (und auch anschaulicher) erklärt. Leider wird das Thema "Materialwirtschaft" so gut wie nicht behandelt. Dafür ist die Abhandlung über die Produktionsfunktionen und die Kostentheorie allein schon das Buch wert. 4) Das Durcharbeiten alter Klausuren ist insbesondere nur bei Aufgaben sinnvoll, bei denen es ums Rechnen geht. Der theoretische Hintergrund ist oft viel komplizierter, als die Aufgaben es erfordern. Man kann sagen, daß sich vieles mit Nachdenken und gesundem Menschenverstand lösen läßt. Schaut man sich die Klausuren der Vergangenheit an, so stellt man fest, daß die ersten beiden Aufgaben kleine Aufsätze erfordern. Da die Themen und Zusammenhänge vielfältig sind, sollte man für diese Aufgaben den Kurs 754 und 757 genau beherrschen. Hier kann man bis zu einem Drittel aller Punkte allein mit wiederzugebendem Wissen holen. 5) Der ultimative Tipp: ganztägige Klausurvorbereitung in Hagen, München oder sonst wo mit Fr. Hegener und Hr. Dr. Lorth. Die beiden sind auch Ansprechpartner in diesem Bereich und haben immer ein offenes Ohr. Und: die beiden stellen auch die Aufgaben in den Klausuren und wissen also, worauf es ankommt. Wer jetzt allerdings hofft, konkrete Hinweise zu bekommen, wird enttäuscht. Erstens dürfen die beiden nichts sagen, zweitens wollen sie auch nicht. Aber: wer die Klausurvorbereitung mitmacht und gut aufpaßt, kann bei der Klausur fast nicht mehr durchfallen. Ach ja: nach der Vorbereitung sollte man intensiv mit dem neuen Wissen nochmals an die Aufgaben der alten Klausuren rangehen. Gerade in Produktionswirtschaft macht sich die Rechenpraxis in manchen Aufgaben wirklich bezahlt. Der direkte Link: http://www.fernuni-hagen.de/LUWIWI/Wahlpflichtfach/8571/ Leider sind die alten Klausuren nicht verfügbar: statt dessen bekommt man die alten Klausuren für Personalwirtschaft. (Stand: 14.01.05) |
| ABWL | Meine Fresse, was für ein Papierstapel ! Furchterregende Doppel- und Vierfach-Kurseinheiten, vor denen
Du erstmal sitzt und denkst: wann soll ich das alles lesen ? Bis jetzt stellt sich das ganze so dar: Die Kurse 500 und 501 (Produktions- und Kostentheorie)
sind gut lesbar und dem vorgenannten Fach "Produktonswirtschaft" inhaltlich sehr ähnlich. Bei der Investitionstheorie bin ich noch unschlüssig: der
Kurs wird als gedrucktes Script und als CD ausgeliefert. Ich gehöre allerdings zu den Menschen, die lieber mit Papier arbeiten. Die CD bietet aber
einige interaktive Elemente, so daß man wohl beides parallel durcharbeiten muß. Hier gleich ein Tipp: besorgt Euch den Kurs 00087 aus dem
Grundstudium oder werft ihn nicht weg. Der Kurs 503 (Investitionstheorie) nimmt unmittelbar Bezug darauf ! Kurs 502 (Absatz) ist sehr gegenständlich. Der Kurs 507 Unternehmensführung ist von dem ganzen Haufen der interessanteste. Gut geschrieben, verständlich erklärt und mächtig dick !. Trotzdem stecken viele Anregungen und Ideen drin, die man sich zwar schon mal gedacht hat (weil die Dinge eben so sind !), aber hier ganz klar nachzulesen sind. Sollte man sich aufbewahren. Tja, und Kurs 512 Planungs- und Entscheidungstechniken, auch liebevoll PET genannt, ist mal wieder nix für Menschen, die mit Mathe wenig anfangen können. Es ist halt das übliche: mit indizesüberfrachteten Summenformeln, vielen kleinen Buchstaben usw. Neu ist dann auch der Simplex-Algorithmus zum Lösen von linearen und nicht-linearen Gleichungssystemen. Kurs 514 Steuerliche Gewinnermittlung und Konzernrechnungslegung: hat irgendwie etwas von Recht und auch etwas von Jahresabschluß. Lag mit beides nicht so (siehe Tipps Grundstudium). Trotzdem geht es eigentlich um zwei Aufgabenfelder: Bewertung anhand von steuer- und handelsrechtlichen Vorschriften (Achtung: neuester Stand !) und die zusammenfassende Bewertung von Unternehmen und Tochterunternehmen. Für die Klausurvorbereitung geistert ein Skript durch die Newsgroups: die Vorbereitung von Martina Spahn und Christoph Partisch. Jeweils auf dem neuesten Stand, kann man dieses Skript bei Martine Spahn käuflich (was auch sonst) erwerben. Es kostet zur Zeit (Januar 2002) 115,-- EUR und wird jedes halbe Jahr aktualisiert. Kontakt siehe unten. Hier noch ein Tipp: ABWL würde ich als letztes Fach im Hauptstudium belegen. Viele Inhalte des Grund- und Hauptstudiums finden sich hier wieder. Man kann sie also einfach wiederholen und mit vorhandenen Kurseinheiten der entsprechenden Kurse durcharbeiten. Der direkte Link: http://www.fernuni-hagen.de/LUWIWI/Kernfach/8111/ Ach ja: der Lehrstuhl versendet alte Prüfungsklausuren mit Lösungshinweisen. Dazu muß man des Fach belegt haben. Aber unter der Nummer "001 855 034 - 00502-3-01-Q 1" kann man sich im seinem StZ das Heft mit Lösunghinweisen bestellen. Die Nummer wird sich mit Herausgabe des neuen Heftes mit der Klausur September 2004 ändern. |
| Weitere Links | ||
| www.studienservice.de | Kontakt zum Niels-Stensen-Haus: Niels-Stensen-Haus Worpshausener Landstraße 55 28865 Lilienthal-Worpshausen Telefon: 04208 / 299-0 Telefax: 04208 / 299-114 www.stensenhaus.de |
Kontakt zu Martina Spahn und Christoph Partisch: über das Studienzentrum Hildesheim Tel. 05151 / 88 32 30 martina.spahn@fernuni-hagen.de |
| www.axel-hillmann.de | ||
| www.fabianca.de (Dörte Fröhlich) | ||